Während die Wartezeiten auf den Bahnsteigen immer länger werden, verkürzt sich die Zeit, die dem Bahnfahrer bleibt, um den Zug vollständig zu betreten (Verschlusszeit), dramatisch. Nach Angaben des Eisenbahnbundesamtes definiert sich die Verschlusszeit für deutsche Bahnen wie folgt: Die Verschlusszeit (boarding time), ist die Zeit die nötig ist, um das Fleischgewicht eines Beförderungsfalles zu 100 Prozent vom Bahnsteig, mindestens 30 cm hinter die geschlossene Türlinie, innerhalb des Zuges, während der Zug steht, in Eigenarbeit und ohne Aufsicht zu verbringen. Die Verbringung hat bei nicht geschlossenen Türen zu erfolgen. Nicht weiter definiert ist, an welcher Stelle sich eventuell mitgeführtes Gepäck befinden muss, wenn der Endzustand der Verbringung erreicht wird oder bereits erreicht wurde.
Während es im Jahr 2004 noch vier ganze Bahnkunden, pro Tür, in einen Zug der Deutschen Bahn schafften, so sind es jetzt nur noch drei halbe Bahnkunden bzw. ein Ganzer und ein Kleinkind unter sechs Jahren oder ein Viertel Erwachsener mit zwei Kinder im Alter von drei und fünf. Sollte sich der Trend fortsetzen, so werden es im Jahre 2018 nur noch ein halber Bahnkunde, über 18 Jahre, oder ein ganzer Bahnkunde, unter 10 Jahren, wahlweise mit leichtem Sportbeutel oder einem Achtel Koffer, durch ein Viertel der Tür schaffen.

Fallbeispiel:
http://www.abendblatt.de/vermischtes/article2030976/Lokfuehrer-ueberhoert-Vater-Kind-90-Minuten-alleine-im-Zug.html
Bewertung

(3 mal bewertet. Durchschnittsbewertung: 4,00 von 5)


