Die Schlussfolgerung, aus der folgenden Geschichte, schon mal vorweg: Wenn Sie mit der Deutschen Bahn fahren und an irgend einer Stelle umsteigen müssen, dann lesen Sie um Himmels Willen die Lokalzeitungen der Umstiegsorte. Aus der Zeitung erfahren Sie nämlich ob ihr Zug weiter fährt oder Sie auf unbestimmte Zeit der Witterung überlassen werden.
Hier das Erlebnis von Holger Holzschuher, der damit zum Bahn-Würstchen Januar 2012 gekrönt wird. Herzlichen Glückwunsch!

Am Montag, dem 11.12.11, dem Tag der Tariferhöhung der Bahn, erlebte ich am Bahnhof Minden Folgendes:
Ich musste in den Regionalexpress Richtung Düsseldorf umsteigen, der um 13:28 fahren sollte, um nach Bad Oeynhausen zu gelangen. Mit mir warteten etwa 80 Personen im kalten Wind auf dem Bahnsteig. Es passierte nichts. Die Anzeige besagte, man solle Lautsprecherdurchsagen beachten. Es gab keine. Um 13:38, der “Ankunftszeit” in Bad Oeynhausen, ging ich ins Gebäude zum Ticketverkauf, um zu fragen, ob “heute noch ein Zug Richtung Düsseldorf gehe”. Auskunft der (weiblichen) Angestellten: Nein, heute und morgen gehe kein Regionalexpress Richtung Düsseldorf, das habe doch in der Zeitung gestanden!
Auf den Hinweis, dass etwa 80 Personen im kalten Wind ohne Information auf dem Bahnsteig ständen, und auf die Frage, warum es entgegen der Anzeige keine Ansage gebe, sagte der (männliche) Angestellte zweimal, sie machten keine Ansagen!
Also: Kein Zug, keine Ansage, kein Aushang und Verarschung auf der ganzen Linie.
Ich wurde dann auf den Schienenersatzverkehr verwiesen, mit dem ich mit über einer Stunde Verspätung in Bad Oeynhausen ankam.
Merke: Vor Antritt einer Fahrt muss der Reisende die Lokalzeitungen der Umstiegsorte lesen und der Hinweis auf Ansagen bedeutet, dass es keine gibt.
Holger Holzschuher
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