Olli gegen die Bahn

Bahn-Gleis nicht vorhanden

 

Bahn-Würstchen der Woche

(17.01. – 23.01.2011)

Bahn-Würstchen der Woche

Katharina.
Bahnsteig-Wechsel dich bei Kälte spielen hält den Pendler warm, aber ihn auf ein Gleis zu schicken das es nicht gibt ist gegen die Regeln.

Okay, da war jetzt mal ein Netter dabei. Aber auch wahrscheinlich nur weil das Transportopfer eine Frau war.

 

Hier die ganze Story:

Nachdem ich meinen Weihnachtsurlaub mit einer Stunde Verspätung beginnen konnte (Überlastung des Schienennetzes und überfüllte Züge) – durfte ich ihn unfreiwillig verlängern.
Mit der S-Bahn ging es nach Hannover, dort kam der ICE mit 20min Verspätung an, fuhr mit 25min Verspätung ab. Unterwegs fest gefrorene Weichen, Überlastete Strecken etc. In Hamburg hatten wir bereits 45min. Verspätung. Kurz vor Neumünster wurde uns ein weiterführender Zug Richtung Flensburg auf Gleis 7 angekündigt: 3min Umsteigezeit. Wie die aufgescheuchten Hühner rasten alle dick bepackt in die Unterführung Richtung Gleis 5/6… Tja, 7 gab es nicht. Alle zurück, nachgeschaut: der Zug wird mit 10min Verspätung auf unserem Ankunftgleis abfahren.
Man hätte also einfach dort stehen bleiben können. Irgendwann fuhr der Schleswig-Holstein-Express dann ein: die ersten Wagen sahen total überfüllt aus – doch dann: gähnende Leere in den hinteren Wagen. Der Nachteil: es gab kein Licht. Aber was soll´s, ich hatte ein muckelig warmes 6er Abteil für meinen Rucksack und mich allein. Mit weiteren 20min. Verspätung fuhren wir los. Der Schaffner schaute vorbei. Warum hätte ich jetzt eine Taschenlampe erwartet? ;-) Er hatte keine, wirkte aber trotzdem eher wie ein Nachtwächter.
Netter Weise durfte ich trotz offiziellem Verbot im Dunklen sitzen bleiben, anstatt mich in den überfüllten Zugteil zu quetschen.
Ich wurde nach meinem Fahrtziel gefragt. Pünktlich kurz vor Rendsburg kam er erneut und fragte, ob ich mit nach vorne kommen möchte. Ja – warum nicht. In Rendsburg würde ich so schneller an der Treppe sein. Wir tappelten also durch die dunklen Gänge. Auf einmal stoppte der Schaffner. Erst jetzt wurde mir klar, dass der Zug aus 2 Teilen bestand. Zwei beleuchtete Waggons und 3 oder 4 dunkle Wagen. Ein Durchgang war nicht möglich, da abgeschlossen. Mit Fluchtwegen usw. hat man es wohl nicht so…
Mit seinem Schaffner-Schlüssel konnte unser Führer in den offiziellen Teil, lief dann einmal auf den Bahnsteig, zurück bis zu unserer Tür und musste sie von außen öffnen, damit wir aussteigen konnten. Mit einem fröhlichen “Schönen Abend noch” entließ er uns in die kalte Nacht.
Statt wie geplant um 19:07uhr, kam ich um 20:20 im Bahnhof an und hatte damit auf der Strecke Dedensen-Rendsburg 01:13std. Verspätung und dazu eine abenteuerliche Nachtfahrt.

 

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