Schon seit geraumer Zeit bietet die Deutsche Bahn ihren Mitarbeitern attraktive Anreize zur Leistungssteigerung an. So zum Beispiel auch die Möglichkeit Treuepunkte im eigenen Unternehmen zu sammeln. Am beliebtesten sind dabei Treuepunkte auf Schwarzfahrer. Seit der Einführung des Motivationssystems stürzen sich die Zugbegleiter geradezu auf jeden noch so kleinen Verdacht der Schwarzfahrerei. Das ist kaum verwunderlich, sind die Hinweise auf Schwarzfahrerei doch recht eindeutig. Schwarzfahrer erkennt man nämlich am ehesten daran das sie mit einem Koffer unterwegs sind, sagt Heiner Meisner, Zugbegleiter im ICE Bernard Madoff.

Auch die Kreativität der Bahnmitarbeiter ist, seit Einführung der Maßnahme, deutlich gestiegen. So befestigten zum Beispiel Bahnmitarbeiter einen DIN A4 Zettel, mit der Aufschrift „1. Klasse“, an einer Treppenstufe eines 2. Klasse Wagens. So gut wie alle Bahnkunden übersahen den Zettel und konnten daraufhin als Schwarzfahrer dingfest gemacht werden. Der Bahn-Vorstand zeigt sich sehr zufrieden mit den Ergebnissen, hält das System aber noch für ausbaufähig. In der Zwischenzeit dürfen Bahnmitarbeiter die permanent genügend Treuepunkte sammeln, der Deutschen Bahn auch weiterhin treu bleiben.
Treuepunkte gibt es außerdem für das:
- Überführen von Bahnkunden die mit einem 2. Klasse Ticket durch die 1. Klasse gehen
- Überführen von Bahnkunden die ihren Laptop im Bordbistro benutzen
- Überführen von Bahnkunden die beim in die Hose pinkeln die Sitze benässen
- Aussetzen von Kindern unter 10 Jahren
- Vergessen von Behinderten auf Bahnsteigen
Übrigens, für je 40 Treuepunkte pro Zugbegleiter bekommen Mitglieder des Bahn-Vorstandes 10 Bonuspunkte. Für 100 Bonuspunkte gibt es dann wiederum eine Sonderzahlung in Höhe von 2500,- Euro (für das jeweilige Bahn-Vorstand-Mitglied, nicht für den Zugbegleiter).
Die Bahn – Gute Überführung
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