Bahn-Würstchen der Woche
(06.09. – 12.09.2010)
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Kathrin Linke
Erkennt jemand einen Unterschied zwischen RTL II Hartz IV TV und der Hotline der Bahn?
Hier die ganze Geschichte
17.08.10: ich reiche hochoffiziell meinen Antrag ein. Die Dame am Schalter meint zwar:”Abgabetermin ist der 15.” ich erkläre ihr aber gerne, dass das ein Sonntag & auch ein Feiertag war. Nun gut, es müsste eigentlich keine Probleme geben, sie würde den Antrag gleich rausschicken. Sollte mein Abo bis 31.08. nicht eintreffen (Da Geltungsbeginn und Ablauf des letzten Abos der 01.09. ist) bitte im Abocenter LANDSHUT anrufen….bzw. nochmal kommen dann bekomme ich ein “Übergangsabo” das ich dann für diesen Monat aber gleich bei ihr bezahle und mir gutgeschrieben wird.
Soweit so gut.
31.08……KEIN Abo…
Fahrt zum “örtlichen” Hauptbahnhof. Erkläre der Dame (eine andere) am Schalter um was es geht. Auch meinen Wunsch nach einem “Übergangsabo”. Die Dame weiß von so etwas nichts. “Sowas haben wir nicht”. OK, denke ich mir. Da hat die Unternehmenskommunikation mal wieder NICHT funktioniert.
Ich soll mir bitte eine Hin-Rückfahrt-Karte kaufen, bis das Abo da ist, müsste ja “eigentlich spätestens morgen sein – KANN aber sein dass die in LANDSHUT viel zu tun haben!” AHA.
01.09. Kauf eines Hin-Rückfahrt Tickets zum Spotpreis von 17,20€.
Anruf im Abocenter LANDSHUT: Der freundliche Bayer erklärt mir das er dafür ja “scho loang nimma zuaständig is” und ich doch bitte in STUTTGART anrufen soll. Er wünscht mir aber “scho a moi vui Glück” weil er “ghört hod dass da ziemlich vui los is” Gut. Die Minute kostet mich übers Handy ja nur schlappe 42 Cent…
Also: Anruf in STUTTGART: Ein Schwabe (wie solls anders sein) nimmt (nach dem 3. erfolglosen Versuch) ab. Nach der Erläuterung meines Anliegens erst einmal: Schweigen…Dann hört man ein Rascheln, Tippen, seufzen. bis: “Sie es tut mir leid, aber mir ist mein System mal wieder abgestürzt. Ich…ähm…verbind sie mal mit nem Kollegen.” Ja, ok. Achtung, Tinitus: nachdem der Herr dem besagten Kollegen per Zuruf im Großraumbüro mitteilt, dass er ihm jemanden verbindet, und anfragt ob den SEIN System funktioniert. Den Rest bekomme ich nicht mehr mit, werde in die Warteschleife verfrachtet…
Nach musikalischer Überleitung nimmt ein überaus nervöser, anscheinend nach Luft ringender, hellstimmiger Mitarbeiter (welcher, wie ich mittlerweise nach dem lautstarken Zuruf des Kollegen weiß, auf den Namen ANDREAS hört) ab. Es folgt die höfliche Nachfrage nach meinem Namen, Adresse, etc. mit einigen Missverständnissen. Nach deren Klärung frägt er mich nun ob mein Abo ein “Rückläufer” wäre, weil dann: müsste er in der Buchhaltung nachfragen…(*?!?!?!?*) NEIN, erkläre ich ihm. Es ist ein NEUES Abo. Ein NEUER Antrag. Wieder wird getippt, gestöhnt, geseufzt. Ich werde immer wieder wiederholt nach Aboart und meinen Daten gefragt. Immer mit dieser nervösen, hellen Stimme, bei der ich Angst habe, dass mein Gesprächspartner gleich einen Herzinfarkt erleidet…Nach langen Minuten kommt der Herr zu dem Schluss: “Aha, ihr Abo ist gar nicht ausgedruckt worden.” Super, meine ich, dann kanns auch nicht ankommen. Und nun? “Ja, da kann ich Ihnen nun nicht mehr weiterhelfen, da müsste ich Sie zu den Kollegen in die “..ähm…Fahrkartenverwaltung” weiterverbinden, nur gibts da ein Problem, die sind heute nicht mehr im Haus.” Ich schaue auf die Uhr. Es ist 16:13 Uhr. Hm, die Hotlinezeiten sind bis 18:00 Uhr. Aber nun gut, die Bahn nimmts mit den Zeiten eh nicht so genau. Und was machen wir jetzt – meine nächste Frage. Die Antwort: Bis zur Ankunft meines Abos (welche noch sehr im Datum schwankt) soll ich jeden Tag ein Hin-und Rückfahrtticket lösen (- ich erwähnte ja: schlappe 17,20 Euro) und diese dann an das Abo Center mit der Bitte um Rückerstattung senden). Jetzt werde er sich das aber alles mal notieren und sich dann morgen mit den Kollegen in Verbindung setzten. Er bräuchte allerdings dafür meine Daten (Also Name und Telefonnummer bzw. E-Mail) Ich frage ihn, leicht verwirrt, ob er die nicht schon in seinem System habe, und nebenbei doch schon mal abgefragt hat. “Ach so, ja klar. Natürlich, hab ich ja. Hier!! Name, Telefonnummer, E-Mail. Ja, dann kann man Sie ja dann zurückrufen.” Ich antworte (mittlerweile einfach nur noch genervt und meine Handyrechnung im Kopf hochrechnend): “Ich weiß nicht ob Sie’s können, aber Sie können’s ja gerne versuchen.” Und lege mit einem “hoffentlich auf Wiederhören” auf.

